Welche Gastro-Angebote sind in der Palais-Umgebung realistisch?
Seit rund acht Jahren geht es nicht voran mit der Sanierung des Palais Rastede, obwohl ein Sanierungsplan beschlossen ist. Im vergangenen Jahr nannte die Verwaltung 2027 als möglichen Start für die Bauarbeiten, sicher ist das aber nicht. Konfliktpotenzial gibt es reichlich, so ist es zum Beispiel schwierig, den Denkmalschutz zu gewährleisten und gleichzeitig die Auflagen zur Barrierefreiheit umzusetzen.
Die FDP Rastede nimmt jetzt das gastronomische Angebot rund um den Palaisgarten in den Blick und hat einen Antrag auf Prüfung gestellt. Die Verwaltung soll die Perspektiven für Café und Co. im Umfeld des historischen Ensembles ermitteln. Konkret möchte die FDP erfahren, ob es Interessenten (auch an einem Ganzjahresbetrieb) gibt. Zudem wünscht sie sich eine unverbindliche Einschätzung über die Höhe der Pacht. Zugleich sollen der Status Quo der vorhandenen Einrichtungen für den Gastro-Betrieb im Hallenbad und die Möglichkeiten für eine Außen-Gastronomie auf den Flächen der ehemaligen Sauna untersucht werden. „Hierbei wäre auch eine Öffnung in das Bad hinein zu prüfen“, heißt es im Antrag. Vergleichbare Angebote in benachbarten Bädern seien beliebt, so die FDP. Auch in Rastede könnte das Hallenbad auf diese Weise attraktiver werden.
Gastronomie-Brache
„Die FDP wünscht sich ausdrücklich ein attraktives gastronomisches Angebot im Umfeld des Rasteder Palais“, schreibt Antragsteller Carsten Helms. „Gleichzeitig müssen wir sorgsam mit den Finanzmitteln umgehen.“ Eine steuerfinanzierte Konkurrenz zu den Wirtschaftsbetrieben der Rasteder Gastronomie und Hotellerie werde man nicht unterstützen. „Wir müssen zudem zur Kenntnis nehmen, dass in direkter Nachbarschaft – im Hallenbad – bereits eine Gastronomie-Brache im Eigentum der Gemeinde besteht“, so Helms weiter. „Andere Betriebe in exponierter Lage, beispielsweise die Klostermühle, stehen leer.“
Vor dem Hintergrund knapper Kassen müsse sich die Politik kritisch mit Bedarf und Wirtschaftlichkeit auseinandersetzen. „Nur mit einer belastbaren Perspektive für einen dauerhaften Betrieb, von dem dann die Rasteder Bevölkerung und die Gäste profitieren, darf diese folgenschwere Entscheidung getroffen werden.“